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NEIPA – New England IPA

Collab Bierol – Brew Age

Der letzte Schrei im Craft Beer Business flutet Facebook, Instagram und Co. mit Fotos von trüben Bieren in bauchigen Gläsern. Hashtags wie #haze #hazecraze #juice sind zu vernehmen. Was auf den ersten Blick wie ein Bier-Unfall aussehen mag, hat einen interessant-schmackhaften Hintergrund. „New England IPA“, kurz NEIPA nennt sich das Ganze und hat seinen Ursprung an der Ostküste der USA. Der Urtyp namens Heady Topper von The Alchemist hat eine eigene Subkategorie innerhalb der IPAs geschaffen.

New England IPA

Wodurch zeichnet sich ein NEIPA aus und was ist der Unterschied zu einem klassischen IPA? Das polarisierende Merkmal ist die dichte, feine Trübung. Manche Exemplare sehen im Glas eher wie ein Milkshake als ein IPA aus. Während die meisten Brauer bei ihren Bieren eine natürliche Klärung durch Sedimentation der Hefe im Tank, mittels Zentrifuge oder Filtration anstreben, ist beim NEIPA alles anders. Durch intensives, mehrmaliges Hopfenstopfen, den Einsatz eines Hefestamms, der sich nur langsam absetzt und das Verbrauen von Weizen- oder Haferflocken wird hier eine stabile, intensive Trübung angestrebt. Die Weizen- oder Haferflocken sollen das Mundgefühl erhöhen, ein weiteres wichtiges Merkmal dieser Biere. „Smooth“ muss es sein, eine hohe Drinkability haben und eine nur mäßige Hopfenbittere. Die trockene, intensive Bittere klassischer IPAs wäre hier fehl am Platz. Was NEIPAs mit klassischen IPAs verbindet ist die intensive Hopfenfrucht. Ein NEIPA kann nicht fruchtig-juicy genug sein. Aus dem Glas soll einem ein Cocktail an Südfrüchten entgegenspringen. Jedoch fehlen die sonst üblichen harzigen, pinienartigen Aromen. Kurz gesagt ein Hopfensmoothie, perfekt für heiße Sommertage.

Gemeinsame Vergangenheit

Bierol und Brew Age verbindet so einiges: Wir haben unsere Prämieren am legendären Craft Bier Fest Wien 2014 am Donaukanal gegeben, zählen damit zu den Urgesteinen der jungen österreichischen Szene. Hopfenaffinität können wir beide nicht leugnen, auch ein Funken Wahnsinn darf nicht fehlen. So traf man sich eher zufällig während der BrauBeviale im November 2016 in Nürnberg spät abends im Mr. Kennedy, dem Craft Bier Hotspot in Nürnberg. Robby Haesebrouck, Mastermind im Tribaun war ebenfalls anwesend und befeuerte erste Ideen eines gemeinsamen Bieres. In der Folge tauschten sich Christoph und Honso über einen möglichen Bierstil für den Collab aus. Als geeigneter Kandidat stellte sich schnell das New England IPA heraus. Sowohl Bierol als auch Brew Age verfügen über reiche Hopfenschätze. Warum nicht beide in einem Bier kombinieren?

Der Brautag

Ende März reiste Brew Age mit einer ordentlichen Portion Citra und Galaxy Hopfen in die Tiroler Berge. Bierol fügte Mosaic und El Dorado hinzu. An dem entspannt-spaßigen Brautag in Schwoich kam es zur schönsten „Hopfenverschwendung“ die man sich vorstellen kann. Die Dosage von 25g pro Liter brachte die Kapazität der Sudkesseln ans Limit. Ein klassisches Märzen kommt mit teils weniger als 1g pro Liter aus. Während der Lagerung nahmen Tom und Honso die lange Reise von Wien nach Schwoich auf, immerhin muss das Bier beim Zwickeln regelmäßig verkostet werden. Soviel kann verraten werden, es war jeden gefahrenen Kilometer wert.

Vor der Abfüllung muss stets verkostet werden, wegen Qualitätssicherung und so… Dabei hat Christoph nach dem ersten Schluck vor lauter Hopfen-Juice eine Gänsehaut (Engl: Goosbumps) bekommen. Daraus wurde kurzerhand „Juicebumps“ und ein würdiger Name für unseren Collab gefunden.

Beer, you gimme Juicebumps!

Wer sich ebenfalls Juicebumps holen will sei gewarnt. Die Menge ist begrenzt. On Tap wird es das NEIPA im Bierol Taproom & Restaurant, im Tribaun, beim Malefitz, am Beer Craft Bozen, am Dicken B sowie am Craft Bier Fest Wien geben.  Nix wie hin, hol dir deinen Hopfensmoothie!

On tap ab heute beim Malefitz in Wien und im Tribaun in Innsbruck! Cheers! 🍺