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Der Bock sticht zu!

1. Jahrhundert nach Christus

Schon die Germanen setzten ihrem aus Emmer und Gerste gebrauten Bier Honig zu. Das wurde 1931 bei der Untersuchung zweier germanischer Trinkhörner nachgewiesen. Auch im Mittelalter machte man sich die natürliche konservierende Wirkung von Honig beim Brauen zu Nutze.

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Wir schreiben das Jahr 2006 

„Da sticht mich der Honig!“, dachte sich unser Braumeister Honso vor zehn Jahren und braute im Einkochtopf ein Honigbier, noch lange vor seinem Studium zum Braumeister. Damals gerade erst mit dem Hobbybrauen angefangen, wurden aus den geplanten  12° Stammwürze jedoch über 20°. Wie viel genau konnte er nicht sagen, der Messbereich der Spindel ging nur bis 20° Stammwürze. Was war passiert? Honig enthält von Natur aus 80% Zucker. Und weil Honso ein stark honigbetontes Bier brauen wollte, gab er eine extra große Portion ins Bier. Dass dabei die Stammwürze steigen würde, so weit dachte er nicht. Nun stand er da, mit einem viel zu kräftigen Bier. „Was tun? Mit Wasser verdünnen?“ Die naheliegende Antwort: „Verdünnen kommt nicht in Frage! Dann wird’s halt ein Doppelbock!“

Das fertige Bier muss an die 10 vol.% Alkohol gehabt haben, 5 vol.% waren geplant. Die Party, für die das Bier gebraut wurde, nahm einen stimmungsvollen Verlauf.

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Im Jahr 2016 angekommen

Nun war es wieder an der Zeit für einen Honigbock. Gemeinsam mit Erich Windisch vom Zündwerk in Strasshof wurde das Rezept kreiert und im Kleinstmaßstab getestet.  Mit 10 Jahren mehr Brauerfahrung und einem abgeschlossenen Studium in der Tasche war es diesmal ein Leichtes, die geplanten 16,5° Stammwürze zu treffen.

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Bienenstich – Honigbock

Der Bienenstich ist ein untergäriger Bock (Starkbier) mit 7,2 vol.%. Das Brauen mit Honig stellt gewisse Herausforderungen dar. Das feine Honigaroma ist filigran und flüchtig. Man muss den Honig zum richtigen Zeitpunkt zugeben und vorsichtig behandeln, sonst bleibt im fertigen Bier nichts vom herrlichen Aroma übrig. Auch ist es mit klassischen Verfahren nicht möglich, ein süßes Honigbier zu brauen. Die im Honig enthaltenen Zucker werden von der Hefe vergoren. Ein Süßen mit Honig ist nur durch eine Pasteurisierung möglich, dabei bleibt jedoch ein Teil des feinen Aromas auf der Strecke. Diese Option kommt für uns nicht in Frage.

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Honig aus Oberösterreich

Der Waldhonig für unseren Honigbock kommt aus Steinerkirchen an der Traun, Oberösterreich. Der Bienenstich funkelt satt bernstein im Glas. In der Nase offenbaren sich harzige Aromen nach Waldhonig und Bienenwachs. Gleich beim ersten Schluck fällt der weiche, sanfte Charakter des Bocks auf. Der Honig macht das Bier rund und harmonisch – der richtige Begleiter in der kalten Jahreszeit.

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Der Bienenstich ist ab sofort frisch vom Fass im Zündwerk erhältlich.

Bierbeschreibung Bienenstich:
Biertyp: Honigbock
Alkohol: 7,2%
Malzsorten: Pilsner, Wiener, Münchner, Karamell
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Honig, Hopfen, Hefe
Hefe: untergärig
Bittereinheiten: 27 IBU
Farbe: Bernstein

Am Besten zu: Grilled Chicken Burger, Short-Ribs
Dessert: Panna Cotta